Frühjahrszuchtschau des Teckelklubs Gronau/Epe                                                                                16. April 2019

 

Kritischer Blick auf Rute und Psyche

Epe - Andreas Tornau weiß, was Teckelbesitzer über ihre Tiere denken. Deswegen hat der Ausstellungsrichter für die Teilnehmer der Frühjahrszuchtschau am Sonntag schon vor Beginn der Wertung einen weisen Ratschlag: „Sie sind mit dem schönsten Hund gekommen und gehen am Ende auch mit dem schönsten Hund wieder nach Hause“, gibt Tornau den Hundehaltern mit auf den Weg. Und bittet um Fairness – gegenüber dem Richter, aber auch gegenüber dem Hund. Von Klaus Wiedau

WN
Ausstellungsrichter Andreas Tornau (links) bei der Arbeit. Jedes vorgestellte Tier wurde von der Nasen- bis zur Rutenspitze begutachtet und anhand der internationalen Rassestandards bewertet. Foto: Klaus Wiedau

23 Teckel (Kurzhaar, Langhaar, Rauhaar) stellen sich am Sonntag auf dem Gelände des Teckelklubs am Berge im Rahmen der Frühjahrszuchtschau den kritischen Augen Tornaus. Der nimmt Form, Bewegung, Haarpracht, Zahnstatus, Psyche und Verhalten der einzelnen Tiere während der Beurteilung unter die Lupe. Er lässt die Zuschauer an seiner Expertise teilhaben, indem er die Ergebnisse per Mikrofon verkündet. Als Zuchtschauleiter assistiert ihm Heinrich Hüsemann, weiterer Ausstellungsrichter ist Heinrich Klümper.

Seit 40 Jahren gibt es die Gruppe Gronau/Epe im Deutschen Teckel-Klub (DTK). Der Gruppe gehören aktuell rund 70 Mitglieder an, wie Vorsitzender Walther Beine und Karola Döme (Öffentlichkeitsarbeit) am Rande der Schau deutlich machen. Regionalschauen gehören zum regenmäßigen Programm des Vereins. Wobei regional nicht bedeutet, dass die Teckelhalter nur aus Gronau und Epe kommen. „Auch aus Köln, den Niederlanden oder Münster reisen Hundehalter an“, sagt Döme. Anmelden können sie sich noch am Veranstaltungstag – viele tun das gerade noch in dem Moment, in dem Beine und Döme mit dem Pressevertreter sprechen.

Dann holt sich Ausstellungsrichter Tornau das erste Tier in den Ring, untersucht zunächst auf einem Tisch, lässt sich den Hund vorführen. Für jedes Tier und jeden Hundehalter hat er – trotz kritischer Wertung nach den Standards – ein persönliches Wort. Bei der Bewertung indes legt er strenge Kriterien an – die übrigens weltweit gelten: „Die Rassestandards – von der Ruten- bis zur Nasenspitze – sind international hinterlegt“, erfahren die Zuschauer der Schau von Tornau.

Das Ergebnis der Schau am Ende: Acht Teckel erhalten die Bewertung V (vorzüglich), davon drei aus der Gruppe Gronau/Epe: Bacska-Reme Zaza (Mariann Kmetyko), Onja vom Lehhof (Jutta Beine) und Lord von der Ferdinandsburg (Christiane Waldhauer). Drei Teckel erhalten die Bewertung SG – (sehr gut), davon aus der Gruppe Gronau/Epe Waiko vom Hof Sandhowe (Anja Niehoff). Der Rauhaar-Pokal geht an Lord von der Ferdinandsburg (Christiane Waldhauer, Gronau/Epe); der Langhaar-Pokal an Kiwi Isabelle von der Vechte (Marion Tape); der Kurzhaar-Pokal an Bacska-Reme Zaza (Mariann Kmetyko, Gronau/Epe), der Pokal Veteran (acht Jahre und älter) an Onja vom Lehhof (Jutta Beine, Gronau/Epe), die Auszeichnung Puppy (unter sechs Monate) an Ukanda FCI Catello (Frank Voigt) und die Auszeichnung für den Jüngsten (sechs bis neun Monate) an Amaja vom Gildehauser Venn FCI (Frank Voigt). Bester Junghund (neun bis 15 Monate) der Schau wird Adora van den Weezenhooghte (Ursula Krämer) die sich auch den Tagessieg holt.

Aber auch die anderen Teilnehmer gehen nicht mit leeren Händen: Jeder Aussteller erhält ein Begrüßungsgeschenk und jeder bewertete Teckel eine Schmuckurkunde.

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